Die Herausforderung

Ausgangslage

Die Rosengartenachse ist eine Lebensader für den Verkehr mit Ziel und/oder Ausgangspunkt in der Stadt Zürich. Der Durchgangsverkehr macht nur einen Bruchteil des Verkehrs auf der Rosengartenachse aus.

Der Ort

Die Achse Rosengarten beginnt im westlichen Stadtquartier Albisrieden und führt über die Hardbrücke zum Irchelquartier im Norden Zürichs. Sie verbindet die pulsierenden Wachstumsgebiete Glattal und Limmattal mit der Stadt Zürich.

Wohnen und Arbeiten

 Allein im direkten Einzugsbereich der Rosengartenachse

  • wohnen rund 320‘000 Menschen. Das ist mehr als ein Fünftel der Kantonsbevölkerung.
  • arbeiten 284‘000 Personen. Das sind fast 30 Prozent aller Beschäftigten im Kanton.

Das Problem

Für die Verbindung zwischen dem Glatttal und der Stadt Zürich und zwischen dem Limmattal und der Stadt Zürich gibt es keine leistungsfähige Alternative zur Achse Rosengarten. Innerstädtisch ist sie eine Hauptverbindung zwischen Zürich Nord, Zürich West und Zürich Süd. 

Die Verkehrsmisere

Die Rosengartenstrasse ist mit rund 56'000 Fahrzeugen pro Tag eine der am stärksten befahrenen Strassen der Schweiz – und das mitten in einem Wohngebiet. Ihre Kapazität ist erschöpft. Seit Jahrzehnten staut sich der Autoverkehr auf dieser wichtigen Achse in die Stadt hinein und aus der Stadt hinaus – Tag für Tag.

Auch der öffentliche Verkehr bewegt sich am Limit. Die Kapazität der Busse ist erschöpft. Trams müssen im bestehenden Schienennetz stets über den Flaschenhals Bahnhofquai geführt werden. 

Zerschnittenes Quartier

Seit über vier Jahrzehnten zerschneidet die Rosengartenstrasse Wipkingen und Unterstrass. Sie trennt attraktive und lebendige Wohnquartiere. Die Anwohnerinnen und Anwohner leiden unter diesem

Riegel.

Das Ziel

Die Beschränkung auf einen einzigen Verkehrsträger führt zum Infarkt auf der Rosengartenachse. Das zeigt die aktuelle Verkehrsmisere. Das sehen aber auch die Stadtzürcher so: 2010 haben sie die Idee wuchtig verworfen, die Rosengartenstrasse alleine für das Tram zu reservieren.

Miteinander statt gegeneinander

Nach Jahrzehnten des politischen Ringens liegt die Lösung auf endlich dem Tisch. Öffentlicher und privater Verkehr müssen nebeneinander Platz haben. Der Autoverkehr soll in einem Tunnel mehrheitlich unter den Boden verlegt werden. Das schafft Platz für eine leistungsfähige ÖV-Verbindung, das Rosengartentram, für einen sicheren Fuss- und Veloverkehr sowie für neues Quartierleben. 

Verzahnung der Wirtschaftsräume

Mit dem Bau der Glattalbahn ist die Siedlungs-Entwicklung im Raum Zürich Nord/Glattal rasant vorangekommen. In der „Glattalstadt“ leben und arbeiten heute mehr Menschen als in Winterthur. Ähnlich wird es mit dem Limmattal vorwärtsgehen. Die Verzahnung dieser dynamischen Entwicklungsgebiete mit der Kernstadt Zürich ist für den ganzen Kanton von strategischer Bedeutung.

Stadtreparatur

Nur wenn der Autoverkehr in einen Tunnel verlegt wird, können die durch die Rosengartenachse zerschnittenen Quartiere wieder zusammenwachsen. Gleichzeitig steigt die Lebensqualität entlang der Rosengartenachse.